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Ein effektives Notfallmanagement ist in der heutigen digitalen Welt unerlässlich, um die Betriebskontinuität von Unternehmen sicherzustellen. Insbesondere in der IT, wo Ausfälle und Sicherheitsverletzungen häufig auftreten oder auch Angriffe von außen immer mehr zu nehmen, ist es von entscheidender Bedeutung, über die richtigen Vorkehrungen und Erkenntnisse zu verfügen, um auf Notfälle angemessen reagieren zu können.

Ein Unternehmen sollte sein Notfallmanagement aufbauen, indem es die folgenden Schritte beachtet:

  1. Risikoanalyse: Identifizieren Sie potenzielle Risiken und Bedrohungen, denen Ihr Unternehmen ausgesetzt sein könnte
  2. Notfallplanung: Entwickeln Sie einen umfassenden Notfallplan, der klare Anweisungen und Verantwortlichkeiten für den Umgang mit verschiedenen Arten von Notfällen enthält.
  3. Kommunikation: Stellen Sie sicher, dass alle Mitarbeiter über den Notfallplan informiert sind und wissen, wie sie im Falle eines Notfalls handeln sollen.
  4. Ressourcenmanagement: Identifizieren Sie die notwendigen Ressourcen, die für den Umgang mit Notfällen benötigt werden
  5. Schulung und Übung: Führen Sie regelmäßige Schulungen und Übungen durch, um sicherzustellen, dass Ihre Mitarbeiter mit dem Notfallplan vertraut sind und wissen, wie sie in einem Notfall reagieren sollen.
  6. Bewertung und Verbesserung: Überprüfen Sie regelmäßig Ihr Notfallmanagement und führen Sie Bewertungen durch, um festzustellen, ob Verbesserungen möglich sind.

Wichtig ist dabei zu beachten, dass jedes Unternehmen individuelle Risiken und Bedürfnisse hat. Es ist daher sinnvoll, sich externe Unterstützung zu holen.

Durchaus ratsam sind auch einige grundlegende Vorkehrungen zu treffen, um im Notfall weiterarbeiten zu können.

Erfahren Sie in unserem BCM Seminar anhand von konkreten Beispielen und Übungen, die zu Ihrem Unternehmen passen, wie Sie effektive Notfallpläne erstellen, Schwachstellen in Ihrer aktuellen Notfallvorsorge erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten.

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Seminar:

“BUSINESS CONTINUITY MANAGEMENT (BCM) NACH ISO 22301”

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Podcast:

Unser Podcast hat diesem Thema 3 Teile gewidmet. Alle drei Folgen der Serie „Security im Home Office“ finden Sie auf “Apple Podcast”, “Spotify” und “Google Podcast” sowie natürlich auf unserer Website.

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Business Continuity Management (BCM) bezieht sich auf den Prozess der Identifizierung potenzieller Bedrohungen für ein Unternehmen und die Entwicklung eines Rahmens, um sicherzustellen, dass wesentliche Geschäftsfunktionen im Falle einer Störung fortgesetzt werden können.

Das Ziel von BCM ist es, einen Plan zu erstellen, der es dem Unternehmen ermöglicht, schnell auf eine Krise zu reagieren, die Auswirkungen der Krise zu minimieren und sich letztendlich davon zu erholen. Dies beinhaltet die Identifizierung kritischer Geschäftsfunktionen, die Bewertung der Risiken, die diese Funktionen stören könnten, und die Entwicklung von Strategien zur Minderung dieser Risiken.

Ein BCM-Plan umfasst in der Regel einen umfassenden Satz von Verfahren und Protokollen, die im Falle einer Störung, z. B. einer Naturkatastrophe, eines Cyberangriffs oder einer anderen Krise, aktiviert werden können. Der Plan kann Verfahren für die Evakuierung von Mitarbeitern, die Einrichtung von Kommunikationskanälen mit Stakeholdern, die Aktivierung von Backup-Systemen und Datenwiederherstellungsprozessen sowie das Management von Lieferkettenunterbrechungen umfassen.

Ein effektiver BCM-Plan kann Unternehmen helfen, ihren Ruf zu schützen, das Vertrauen der Kunden zu erhalten und finanzielle Verluste zu reduzieren. Es kann Unternehmen auch dabei helfen, regulatorische Anforderungen und Industriestandards einzuhalten.

BCM ist ein fortlaufender Prozess, der regelmäßige Überprüfungen und Aktualisierungen erfordert, um sicherzustellen, dass er relevant und effektiv bleibt. Für Unternehmen ist es wichtig, ihre Risiken und Schwachstellen kontinuierlich zu bewerten und ihre BCM-Pläne entsprechend anzupassen.

Ein Beispiel zur Anwendung des Business Continuity Management

Business Continuity Management (BCM) hätte beispielsweise eine wichtige Rolle dabei gespielt, die türkische Bevölkerung bei der Vorbereitung, Reaktion auf und die Erholung von Erdbeben zu unterstützen. Die Türkei ist ein Land, das sich in einer seismisch aktiven Region befindet und in der Vergangenheit zahlreiche Erdbeben erlebt hat, darunter verheerende Erdbeben in den Jahren 1999 und 2020. Hier sind einige Möglichkeiten, wie BCM der türkischen Bevölkerung bei Erdbeben helfen kann:

  1. Bereitschaft: Ein BCM-Plan kann Unternehmen und Organisationen in der Türkei helfen, sich auf Erdbeben vorzubereiten, indem potenzielle Risiken und Schwachstellen identifiziert und Strategien zu deren Eindämmung entwickelt werden. Dies kann die Durchführung regelmäßiger Erdbebenübungen, die Einrichtung von Kommunikationsprotokollen und die Sicherstellung umfassen, dass wichtige Vorräte und Ausrüstung leicht verfügbar sind.
  2. Reaktion: Wenn ein Erdbeben eintritt, kann BCM Unternehmen und Organisationen helfen, schnell und effektiv zu reagieren. Dies kann die Aktivierung von Notfallverfahren, die Evakuierung von Gebäuden und die Einrichtung von Kommunikationskanälen mit den Stakeholdern umfassen. BCM kann auch dazu beitragen, dass kritische Geschäftsfunktionen auch im Katastrophenfall weiter funktionieren.
  3. Wiederherstellung: Nach einem Erdbeben kann BCM Unternehmen und Organisationen in der Türkei helfen, sich so schnell wie möglich zu erholen und den normalen Betrieb wieder aufzunehmen. Dies kann die Aktivierung von Backup-Systemen und Datenwiederherstellungsprozessen sowie die Entwicklung von Strategien zum Management von Lieferkettenunterbrechungen umfassen. BCM kann auch dazu beitragen, den Ruf von Unternehmen und Organisationen zu schützen, das Vertrauen der Kunden zu erhalten und finanzielle Verluste zu reduzieren.

Insgesamt kann BCM der Bevölkerung helfen, sich besser auf Naturkatastrophen vorzubereiten, effektiv zu reagieren, wenn sie auftreten, und sich schneller und effizienter zu erholen. Es kann auch dazu beitragen, Leben zu retten, Eigentum zu schützen und die Auswirkungen von Naturkatastrophen auf Unternehmen und Gemeinden zu minimieren.

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“Business Continuity Management (BCM) nach ISO 22301”

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So titelte die Tagesschau am 22.November 2022 über den Schneesturm an der Ostküste der USA.

Dieses Wetterereignis übertraf alles, was die sturmerprobten Amerikaner bisher kannten. Sogar Rettungskräfte konnten keine Einsätze mehr fahren und der Fahrer eines Schneeräumfahrzeuges kam ums Leben. Schreckliche Szenarien die wir uns alle nicht wünschen.

Aber nicht nur auf der anderen Atlantik-Seite wird das Thema BCM immer relevanter, auch bei uns hier in Europa. Ukraine-Krieg, Energiekrise und immer ausgefeiltere Cyber-Angriffe machen den Unternehmen und besonders den kritischen Infrastrukturen zu schaffen. Auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz macht jetzt im Fernsehen „Werbung“ zu den empfohlenen Notfallmaßnahmen für Privathaushalte. Das bringt uns schon zum Nachdenken, oder?

Wir sollten uns davon aber nicht in Panik versetzen lassen, sondern überlegte und gut vorausgeplante Maßnahmen etablieren, die solche Szenarien abmildern könnten. Das gilt für den Privathaushalt genauso wie für jedes Unternehmen.

Während die einen mit Vorräten, Taschenlampen und Wasserflaschen eine kleine Vorsorge betreiben können, sollten Unternehmen sich auf ihre kritischen Prozesse konzentrieren und hier sorgfältig überlegen welche Szenarien diese in Gefahr bringen könnten und wie vorbeugende Maßnahmen aussehen und vor allem auch dokumentiert werden können, um im Ernstfall vorbereitet zu sein. Ein gut aufgestelltes Business Continuity Management System kann hier Vieles abfedern.

Damit Sie nicht „Auf der grünen Wiese“ anfangen müssen, oder erst im Ernstfall feststellen welche Szenarien für Sie relevant sein könnten und welche Maßnahmen geholfen hätten, bieten wir Ihnen unser BCM- Seminar oder auch individuelle Workshops als Vorbereitung an.

Sie möchten gern mehr über ein BCM erfahren?

Dann besuchen Sie doch unser Seminar Business Continuity Management (BCM) nach ISO 22301

In unserem Seminar erfahren Sie wie Sie ein erfolgreiches BCM in ihrem Unternehmen etablieren und für mögliche Notfälle besser gerüstet sind. Sie bekommen Tipps zur Vorgehensweise, Übungen und für eine Szenarien basierte Vorgehensweise.

Die Identifizierung der eigenen geschäftskritischen Prozesse ist der erste Start für ein BCM -Management und die daraus resultierenden notwendigen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der kritischen Prozesse. Für die einzelnen Prozesse werden abhängig von der Kritikalität maximal tolerierbare Ausfallzeiten und mögliche Wiederanlaufprozeduren definiert.

Notfallkonzepte sehen in der Regel koordinierte Vorgehensweisen vor:

  • Sofortmaßnahmen (Ausrufen des Notfalls – aktivieren der Notfallkette)
  • Notfallprozesse anlaufen lassen (Umschaltung auf Notbetrieb)
  • Durchführung des Notbetriebs (Notfallumsetzung)
  • Rückführung des Notfallbetriebs in den Normalbetrieb (Wiederanlaufplanung)
  • Nachbearbeitung des Vorfalls (Forensik)

Für alle fünf diese verschiedenen Phasen sollten dann entsprechende Pläne existieren, die die erfolgreiche Durchführung beschreiben und unterstützen. Neben diesen Notfallplänen ist auch das Krisenmanagement Bestandteil der Business Continuity.
Für Krisenfälle sind ebenfalls entsprechende Konzepte zu etablieren, um schnell und effizient zu reagieren. Die Strukturen definieren Rollen, Verantwortlichkeiten und Meldewege im Krisenfall und ermöglichen die Steuerung und Überwachung.
Regelmäßige Tests und Notfallübungen sind dann zu planen und durchzuführen, um die eigenen Pläne und Konzepte auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen und ggf. erkannte Schwachstellen und Defizite zu erkennen. Die Erkenntnisse der Übungen werden anschließend zur Optimierung in die Notfallpläne integriert.

Mögliche Szenarien für den Business-Continuity-Krisenfall

Ein BCM Notfall kann durch unterschiedliche Ereignisse ausgelöst oder auch eine Verkettung mehrerer zuerst voneinander unabhängige Vorkommnisse ausgelöst werden. Solche Störungen oder Notfälle lassen sich in verschiedene Kategorien aufgliedern.

  • Ausfall von Hardware oder von Software
  • Ausfall von IT-Prozessen oder Störungen/Ausfall des Netzwerks
  • Stromausfall oder sogar Ausfall eines oder mehrerer Standorte
  • Hackerangriff oder Malwareinfektion
  • Naturkatastrophen
  • usw.

Je nach Ereignis sind sinnvolle Maßnahmen für die Business Continuity erforderlich. Technische Ereignisse wie der Ausfall von Hardware, Netzwerken oder des Stroms lassen sich beispielsweise durch redundante Anlagen und Systeme abfangen.

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Unser Podcast “Security on Air” beschäftigt sich mit den Themen Informationssicherheit und Datenschutz. In lockerer, informativer Form werden Sie zu allen Teilbereichen und gesetzlichen Neuerungen informiert. Sie finden uns auf “Apple Podcast”, “Spotify” und “Google Podcast” sowie natürlich auf unserer Website.

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Durch einen Fernsehbericht über einen Freizeitpark bin ich ins Grübeln gekommen… Was passiert eigentlich, wenn im Zoo das Licht ausgeht, natürlich nicht am Abend, sondern weil der Strom ausfällt…?

Auch in einem Zoo gibt es große Abhängigkeiten zu IT-gesteuerter Infrastruktur, das fängt bei den Käfigklappen an die z.B. über Tastschalter bedient werden und hört beim Bergungsplan für den Besucheraufzug bei den Giraffen auf, dazwischen liegen jede Menge Prozesse und Infrastruktur.

Welcher Zoo-Betreiber möchte schon riskieren, dass sich Elefanten aus ihrem Gehege befreien, weil der Stromzaun ausgefallen ist und panisch zwischen den Besuchern umherrennen? Oder dass im Zuchtprogramm der Nachwuchs einer seltenen Tierart an Unterkühlung eingeht?

Fans von Dinosaurier-Filmen erinnern sich sicher an den Blockbuster Jurassic-Park und was dort passiert, nachdem alle Sicherheitssysteme durch einen eingeschleusten Virus ausgeschaltet wurden.

Also auch wenn der eigentliche Geschäftszweck wenig mit IT zu tun hat, sollte man diese immer im Auge behalten. Die Vorsorge für die unterschiedlichsten Notfall-Szenarien ist  in erster Linie Eigeninteresse. Der Schutz von Leib und Leben, wertvoller Geschäftsausstattung, den eigenen Produkten und Erfindungen und natürlich die Aufrechterhaltung bzw. schnelle Wiederherstellung des Geschäftsbetriebs sind für das Überleben eines Unternehmens essentiell.

Ein Workshop zum Thema Notfall-Vorsorge und Krisenmanagement zeigt auf wo Schwachstellen liegen und wie Sie diese absichern können. Informationen über Notfallübungen, Weiterentwicklung des BCM und Zertifizierungsmöglichkeiten geben einen umfangreichen Einblick in das Thema Business Continuity Management.

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JETZT GIBT’S AUF DIE OHREN – SECURITY ON AIR – DER ANMATHO PODCAST

Ziel aller Unternehmen ist es die Produktivität, die Wettbewerbsfähigkeit und damit den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Damit die Geschäftstätigkeit auch im Angesicht von Notfällen und Krisen bestmöglich aufrecht erhalten bleibt, ist die Einführung eines Business Continuity Management Systems – kurz BCM sinnvoll.

In unserem Podcast zum Thema BCM befassen wir uns in 2 Folgen damit, wie ein BCM aufgebaut werden sollte, was es alles zu beachten gilt und geben auch kleine Tipps und Denkanstöße, um bestmöglich auf Störungen vorbereitet zu sein.

In der Folge 1 „die ersten Schritte“ geben wir einen groben Überblick über alles was beim BCM bedacht werden muss.

Dabei gehen wir auf folgende Aspekte ein:

  • Was bedeutet BCM und welche Vorgaben gibt es?
  • Wie fängt man an ein BCM aufzubauen?
  • Die Business Impact Analyse als Teil des BCM
  • Dokumentieren aller Informationen – in welcher Form?
  • Regelmäßiges Überprüfen und Verbessern ist Pflicht

In der Folge 2 „jetzt aber richtig“ steigen wir tiefer in das Thema BCM ein – wo liegen Stolperfallen, wie sinnvoll sind Übungen und welche Aufgaben und Verantwortlichkeiten hat das BCM Team.

Hier beleuchten wir folgende Aspekte:

  • Wie definiert man Störungen, die für das Unternehmen zutreffen können?
  • Was muss bei Dienstleistern und Lieferanten beachtet werden?
  • Üben und Verbessern – wie geht man am sinnvollsten vor?
  • Wie entwickelt sich das BCM weiter?
  • Ein BCM unterstützt bei allen Prozessen, nicht nur im Fall der Fälle

Alle unsere Podcastfolgen finden Sie auf “Apple Podcast”, “Spotify” und “Google Podcast” sowie natürlich auf unserer Website.

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Wir stehen Ihnen auch direkt zur Verfügung unter Tel.: 040 229 47 19 0 oder per E-Mail unter podcast@anmatho.de.

Wie alle Managementsysteme kann auch das BCM an eine ISO Norm gekoppelt werden, dabei gibt die Norm dann die Anleitung wie die Abläufe und Prozesse optimiert werden und welche Schritte und Dokumentationen dafür notwendig sind.

Um die grundlegende Geschäftstätigkeit und damit die Existenz des Unternehmens auch im Angesicht von Notfällen und Krisen aufrecht zu erhalten, ist die Einführung eines Business Continuity Management Systems – kurz BCM sinnvoll.

Welche Gründe haben Unternehmen ein BCM-System einzuführen?

Die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes ggf. auch vorübergehend nur in einer rudimentären Form, sowie die anschließende Wiederherstellung hat für Unternehmen oberste Priorität.

Darüber hinaus gibt es auch nationale, rechtliche Anforderungen an ein betriebliches Krisenmanagement. Dabei können unterschiedliche gesetzliche Anforderungen gelten. Die Gesetze fordern eine aktive Auseinandersetzung mit möglichen Szenarien deren Eintritt den Geschäftsbetrieb so weit, beeinträchtigen das es als Notfall oder Krise definiert und somit nicht innerhalb eines tolerierbaren Zeitraums wiederhergestellt werden kann. Dabei sind unterschiedliche Kriterien, Szenarien und Prozesse zu berücksichtigen. Insbesondere an KRITIS-Unternehmen stellt der Gesetzgeber aufgrund ihrer Bedeutung für das Gemeinwesen besondere Anforderungen.

Oft ergeben sich aber auch von anderer Seite Anforderungen an die Implementierung eines BCM z.B. durch Versicherungen, Kunden oder Geschäftspartner.

Welche Bereiche umfasst ein BCM?

Analyse:

Welche Prozesse, Anlagen oder Dienstleistung ist kritisch? Dabei kann unabhängig von möglichen Szenarien analysiert werden welche Wertschöpfungsprozesse für das eigene Unternehmen als kritisch gelten. Im zweiten Schritt wird dann auch abhängig von Szenarien (z.B. Hochwasser, Stromausfall etc.) nochmal eine Bewertung durchgeführt um z.B. Schadenshöhen, Eintrittswahrscheinlichkeiten und maximale Ausfallzeiten anhand des konkreten Szenarios zu definieren.

Bewertung:

Wie ein Notfall zu bewerten ist, welche Auswirkungen dieser auf das Unternehmen hat und wie darauf zu reagieren ist muss jedes Unternehmen für sich bestimmen. Es gibt aber Methoden, die bei der Bewertung helfen können.

Übungen:

Mit unterschiedlichen Arten von Übungen können dann die identifizierten Szenarien geübt und die Wiederherstellungsplanung oder das Krisenmanagement überprüft und verbessert werden.

Wie wird ein BCM aufgebaut?

Die Norm ISO 22301 gibt hier eine Anleitung, aber auch die Empfehlungen z.B. des Amtes für Bevölkerungsschutz, das BSI oder die UP-Kritis Kooperation geben hier eine erste Hilfestellung.

Welche Fragen sollte man sich vor der Einführung stellen?

  • Gibt es einen von der Geschäftsführung unterzeichneten, verbindlichen BCM Leistungsauftrag mit konkreten messbaren BCM Leistungszielen?
  • Ist eine Zertifizierung nach ISO 22301 das Ziel?
  • In welchen Zyklen sollten die Pläne und Vorgehensweisen geübt und überprüft werden
  • Wie setzt man die notwendigen Regeln und Dokumentationen erfolgreich durch?

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Wenn es ein Thema schafft, in der Tagesschau, auf fast allen Nachrichtenseiten und auch beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) präsent zu sein, muss es sich schon um etwas Besonderes handeln – die Schwachstelle in der weit verbreiteten Javabibliothek „log4j“ hat dieses Kunststück geschafft.

Schwachstellen in Softwareprodukten sind keine Seltenheit. Sie werden entdeckt, meist schließt der Hersteller der Software die Lücke und stellt ein Update zur Verfügung, „business as usual“. Doch im Fall von „log4j“ ist es leider nicht so einfach …

Es beginnt damit, dass Java-Anwendungen meist als Paket bereitgestellt werden – und die problematische Bibliothek vom Hersteller in dem Paket mitgeliefert wird. Ein Update des betreffenden Betriebssystems allein reicht meist nicht, da die Java-Anwendung die mitgelieferte, problematische Version von log4j weiterhin nutzt und nicht etwa die aktualisierte Version des Betriebssystems. Mit anderen Worten: Betriebssystem aktualisieren allein reicht oft nicht aus, auch der Hersteller der Java-Anwendung muss eine Aktualisierung liefern.

… und zwar jeder Hersteller von Anwendungssoftware, die auf Java basiert und die „log4j“ einsetzt. Java ist weit verbreitet, und oftmals ist es für einen Anwender nicht einfach zu erkennen, ob diese Programmiersprache eingesetzt wird. Bei der enormen Masse an weltweit existierenden Anwendungen ist es schwer einzuschätzen, in wie vielen Produkten diese Schwachstelle schlummert. Und dann sind da ja noch die selbst entwickelten Java-Anwendungen, die man im Unternehmen einsetzt, … Viel Arbeit für die IT-Abteilungen.

Wenn es einem Angreifer gelingt, die Protokollinformationen auf seinen eigenen Server verweisen zu lassen, kann er bei der Interpretation des Protokolleintrags schädliche Informationen an die Java-Anwendung zurück liefern, welche dann ungefragt ausgeführt werden – und die Infektion ist geschehen. Ja, wirklich: Ohne Rückfrage, einfach so. Und vermutlich existiert diese Schwachstelle seit ca. 2016.

Was kann man gegen Log4j tun?

  • Sich informieren. Das BSI stellt den aktuellen Erkenntnisstand auf seiner Webseite zur Verfügung. Mittlerweile gibt es auch ständig wachsende Übersichten, ob oder ob nicht populäre Produkte betroffen sind. Hier mal die von Github.
  • Aufmerksam bleiben. Wir halten es für denkbar, dass die Berichterstattung und Paketaktualisierungen auch für Angriffe über Social Engineering und Phishing genutzt werden.
  • Aktualisieren. Und zwar sowohl das Betriebssystem als auch die Java-Anwendungen, die eingesetzt werden – dazu muss der Hersteller der Java-Anwendung allerdings aktiv werden.
  • Künftig die Risiken bei komplexen Softwarekonstellationen gründlicher abwägen. Aber das ist ein anderes Thema …

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Praktisch jeden Tag gibt es in den Medien Berichte zu Bränden, Hackerangriffen, Stromausfällen, kilometerlangen Staus auf den Straßen…oder auch die Corona-Pandemie.

Zwischenfälle, auf die wir nicht vorbereitet sind, können durchaus fatale Folgen haben. Wenn essenzielle geschäftliche Prozesse zwangsweise ruhen und somit kein oder kaum Umsatz generiert wird, kann das für ein Unternehmen finanzielle Verluste und je nach Lage u.U. massive Imageschäden zur Folge haben. Beispiele dafür sehen wir jeden Tag…Klinikum Düsseldorf, das Wasserwerk in den USA oder das Heizkraftwerk in Frankfurt…um nur einige tagesaktuelle Fälle zu nennen.
Im Frühjahr 2020 hat uns alle ein Szenario eingeholt, von dem alle dachten, dass es in der heutigen Zeit sehr unwahrscheinlich ist. COVID-19 – mit den weitreichenden Folgen der Pandemie hat kaum jemand gerechnet. In solchen Situationen ist es wichtig, richtig zu reagieren und zielgerichtet zu handeln. Jeder sollte wissen, was zu tun ist und vor allem wie der Geschäftsbetrieb aufrechterhalten werden kann. Dies wird sehr viel leichter, wenn vorab festgelegt wurde, wie ein alternativer Prozess aussehen kann und wer für welche Aufgaben zuständig ist. Hier sind die richtigen Entscheidungen zu treffen, was nicht so einfach ist. Ein Organigramm mit den entsprechenden Rollenverteilungen in der Schublade zu haben, ist da sehr hilfreich. Wer ist im Krisenstab, wie operiert das Notfall-Team und woher kommt ggf. Unterstützung. Die Geschäftsführungsebene muss die strategische Ausrichtung des Krisenmanagements und die Zusammenarbeit mit externen Interessengruppen im Blick behalten, während die Mitarbeiter „den Laden am Laufen“ halten. Neben der fachlichen Eignung ist auch auf Handlungsfähigkeit in Ausnahmesituationen zu achten. Ist der Geschäftsprozess während eines Notfalls sichergestellt, welche Änderungen ergeben sich im Ablauf und sind alle Mitarbeiter entsprechend geschult? Diese und andere Fragen stellen sich.

Ein Business Continuity Management (BCM) hilft dabei einen durchdachten Plan B zu haben. Es bereitet Unternehmen auf kritische Situationen vor, definiert die wertschöpfenden Prozesse und deren maximale Ausfall-Toleranz und sieht Maßnahmen vor, wie die Fortführung dieser Prozesse abzusichern ist. Betrachtet werden Fragen wie:

  • Wo ist unser Unternehmen am verletzlichsten?
  • Welcher Prozess darf auf keinen Fall ausfallen?
  • Welche Ressourcen brauchen wir, um den Prozess aufrechtzuerhalten?

Kurzum – Welchen Plan B haben wir?

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