Rückblick ANMATHO-Forum: „Risiken managen – Stabilität schaffen“
Mit unseren Kunden in entspannter Runde, spannende Einblicke und reger Austausch – so lässt sich unser „ANMATHO-Forum: Risiken managen – Stabilität schaffen“ treffend zusammenfassen.
In gemütlicher Atmosphäre im Business Club Hamburg mit Blick auf die Elbe und mildem Frühlingswetter trafen sich Experten zu einem inspirierenden Austausch über zentrale Themen der Informationssicherheit und Resilienz.
Meldeverfahren für Sicherheitsvorfälle
Ein zentraler Fokus lag auf der neuen Gesetzgebung wie NIS2 und dem KRITIS-Dachgesetz und damit auf der Meldung von Sicherheitsvorfällen. Es wurden die Grundlagen von Meldepflichten und den Fristen und Meldestellen besprochen sowie welche Schwierigkeiten es häufig bei der Umsetzung gibt. Von der Erkennung über die Entscheidung bis zur Reaktion sind wir durchgegangen, wie ein Vorfall strukturiert angegangen werden kann. Einige Empfehlungen aus der Praxis, besonders dazu was im Vorwege vorbereitet werden sollte haben den Vortrag abgerundet.
NIS-2, andere aktuelle Gesetze und das Thema Risiko-Umsetzung
Die EU verfolgt mit NIS2, KRITIS-Dachgesetz, Cyber Resilience Act und der EU-Maschinenverordnung das Ziel, die Cybersicherheit und Resilienz kritischer Infrastrukturen und Produkte europaweit zu stärken. Dabei rücken auch Lieferketten in den Fokus. Allem Gemein ist die Forderung nach einem angemessenen Risikomanagement. Daher haben wir uns die unterschiedlichen Bereiche der Risikomanagement-Maßnahmen mal genauer angesehen. Dabei sind wir auch die unterschiedlichen Normen (ISO 27001, 31000, 31010, BSI IT-Grundschutz im Standard 200-3 usw.) durchgegangen die Unternehmen bei Aufbau / Verbesserung des eigenen Risikomanagements unterstützen können. Da gerade auch die OT immer häufiger Angriffen ausgesetzt ist, sollten auch die Risiken die von dieser Stelle ausgehen genau betrachtet werden. Ein Ausblick auf die Normenreihe IEC 62443 bzgl. der IT-Sicherheit für industrielle Automatisierungssysteme hat gezeigt was auf Betreiber zukommt.
BCM-Workshop: Praxis unter Zeitdruck
Daran anschließend ging es im BCM-Workshop um die praktische Umsetzung: In einem Rollenspiel unter Zeitdruck sind wir ein kombiniertes Szenario aus Stromausfall und Cyberangriff durchgegangen. Dabei konnten die Teilnehmenden aktiv die einzelnen Schritte und Maßnahmen diskutieren, die in einer solchen Situation erforderlich sind – und gleichzeitig spannende Unterschiede in der Herangehensweise verschiedener Unternehmen erkennen.
Cyberrisiken: Einblick der Polizei Hamburg
Ein weiteres Highlight war der Beitrag der Polizei Hamburg zum Thema Cyberrisiken. Eindrucksvoll gezeigt wurde, wie professionell und vielfältig Angreifer heute vorgehen und welche konkreten Schutzmaßnahmen Unternehmen ergreifen können, wie z. B. Vorbereitung auf Bitcoin, Kontaktliste, Multi-Faktor-Authentifizierung, regelmäßige Backups und Mitarbeiter-Training.
Herzlichen Dank an Ralf Lembke und die Polizei Hamburg (ZAC) für ihre Expertise – und an alle Teilnehmenden für den inspirierenden Austausch!

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